Vortrag über Landesvergleich und neue Landesgrenze
zwischen Brandenburg-Ansbach und Hohenlohe-Schillingsfürst von 1803
 

Leutershausen

Der kinderlose Markgraf Alexander dankte 1791 ab und trat sein Markgraftum Brandenburg-Ansbach an seine königliche Verwandtschaft in Berlin ab. Nun war für vierzehn Jahre der preußische König Landesherr über diese fränkische Provinz.
Das mächtige Königreich Preußen schloss 1803 mit dem winzigen  Fürstentum Hohenlohe-Schillingsfürst einen umfassenden Landesvergleich (Staatsvertrag), um die gegenseitigen Vermischungen und Irrungen zu beseitigen und erstmals eine wirkliche Landesgrenze zwischen beiden Fürstentümern zu ziehen. Betroffen davon waren auch Ortschaften unserer heutigen Großgemeinde Leutershausen, die zu dem hiesigen Vogtamt gehörten. So wurden die Herrschaft über Schillingsfürstische Untertanen in Eichholz, Eckartsweiler, Brunst und Schwand an den König von Preußen übertragen.
Der Vortrag beleuchtet viele Einzelheiten dieses fairen Vertrages zwischen den so ungleichen Partnern, mit dem  auch die damaligen, z. T. noch mittelalterlichen Lebens- und Herrschaftsverhältnisse am Übergang zu modernen Staatsformen bereinigt wurden.
Auf der 1804 versteinten Landesgrenze verlief ab 1808 die Grenze zwischen den Landgerichtsbezirken Leutershausen und Schillingsfürst, ab 1862 die zwischen den späteren Landkreisen Ansbach und Rothenburg und ab 1972 die Gemeindegrenze zwischen den Städten Leutershausen und Schillingsfürst.

Hinweis: Am 28. April 2019 • 14 Uhr, wird eine geführte Wanderung an einer Teilstrecke dieser historischen Grenze durchgeführt. (Siehe Kursnummer A05402F)

Anmeldung beim Kursleilter erforderlich: 09823/430

1 Abend, 18.03.2019
Montag, 19:00 - 20:30 Uhr
1 Termin(e)
Karlheinz Seyerlein
A05401F
kostenlos
Anmeldung beim Kursleilter erforderlich: 09823/430

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